Freitag, 26. August 2011

Islamische Realität 2011 vom 24. August 2011

Nord-Nigeria: Verfolgungsdruck für Christen weiterhin hoch!
Gefunden bei: EANN


Auch der Folgende Beitrag hat uns heute über unser ICN-Netzwerk erreicht:

Kelkheim:  Im Norden Nigerias stehen Christen weiter unter hohem Verfolgungsdruck vonseiten islamistischer Gruppierungen oder auch Familienangehöriger. Besonders ehemalige Muslime, die sich dem christlichen Glauben zugewandt haben, stehen in der Gefahr, für ihren „Abfall“ vom Islam verfolgt zu werden. Darauf macht das überkonfessionelle Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors aufmerksam und bittet, für die Christen dort zu beten.
Derzeit führt Open Doors Nord-Nigeria auf Platz 23 seines Weltverfolgungsindex. Das Land ist religiös geteilt: Während der Süden überwiegend christlich geprägt ist, gilt in zwölf der nördlichen Bundesstaaten das islamische Recht (Scharia). Erst im Mai dieses Jahres überfielen islamische Extremisten ein von Christen bewohntes Dorf im Bundesstaat Bauchi. Dabei starben 16 Menschen. Lesen Sie im Folgenden zwei Beispiele für die Verletzung der Religionsfreiheit, und was Christen muslimischer Herkunft in Nord-Nigeria erleiden, weil sie ihren Glauben gewechselt haben.
Abiola ist seit 20 Jahren ein hingegebener Christ und Mitglied einer katholischen Gemeinde in einem nördlichen Bundesstaat*. Dort gilt das islamische Recht. In seinem Dorf gibt es keine Kirche. Um einen Gottesdienst zu besuchen, müssen er und seine Familie jeden Sonntag viele Kilometer zu Fuß zurücklegen. Also beschloss Abiola, auf seinem Grundstück eine kleine Kirche zu errichten. Der Bau einer Kirche scheitert zumeist am Widerstand der muslimischen Mehrheitsgesellschaft, bürokratischen Hürden und fehlenden Finanzen. Doch schon kurz nachdem Abiola mit dem Bau begonnen hatte, verklagten ihn aufgebrachte Muslime und brachten ihn vor ein Gericht, weil er die Kirche ihrer Meinung nach zu nahe an einer Moschee bauen würde. Das Kirchengrundstück, Eigentum von Abiola, wurde konfisziert mit der Auflage, der Christ müsse zunächst die behördliche Baugenehmigung beibringen – wohlwissend, dass eine solche nie erteilt werden würde. Dennoch unternahm Abiola mehrere Versuche, die Bauerlaubnis bei örtlichen Regierungsstellen zu erhalten. Jedes Mal wurde er abgewiesen. Er wandte sich an ein höheres Gericht. Dort wurde sein Fall nicht nur abgewiesen: Man beschlagnahmte obendrein noch neun weitere Landstücke aus Abiolas Besitz. Am Ende verlor er gar seinen gesamten Besitz. Nach Drohungen mussten Abiola und seine Familie in eine andere Gegend umziehen. Um sein Land wiederzubekommen, müsse er zum Islam konvertieren, hieß es vonseiten des Gerichtes. Der Christ will nicht aufgeben. Mit Hilfe von Open Doors konnte er sich einen Anwalt nehmen, der die Rückgabe seines Besitzes erreichen will.
Der 25-jährige Akin* hatte mit seiner Bekehrung zum christlichen Glauben in den Augen seiner Familie Schande über sie gebracht. Daraufhin setzte Akins Vater alles daran, seinen Sohn auf den „rechten Weg“ zurückzubringen. Als letzten Ausweg brachte er den Sohn in eine islamische Umerziehungsanstalt. Das Haus glich einem Gefängnis. Jeder der 150 Insassen, allesamt Kriminelle wie Diebe und Mörder, aber auch Konvertiten vom Islam, wurde streng überwacht. „Meine Familie hoffte, dort würde ich zur Vernunft kommen und zum Islam zurückkehren oder sterben“, so Akin gegenüber Open Doors. „Meine Hände und Füße waren mit Eisenketten gefesselt. Ständig schlug man mich. Die ganzen neun Monate über musste ich dieselben Sachen tragen und durfte mich kaum waschen. Jeden Freitag wurde ich gezwungen, die islamischen Gebete zu verrichten. Ein Insasse empfahl mir, zum Islam überzutreten, um den Quälereien zu entgehen. Doch ich blieb standhaft in meinem Glauben.“
Die brutalen Rückbekehrungsversuche scheiterten und man brachte Akin zurück zu seinem Vater. Der junge Mann konnte sich kaum auf den Beinen halten. Die Eisenketten hatten tiefe Wunden in seine Haut gescheuert. Doch daheim war er nicht sicher und so floh er zu einem Pastor. Später fand er für einige Zeit Zuflucht in einem Schutzhaus. In sein Heimatdorf kann Akin nicht mehr zurück. Dort kennt ihn jeder. „Ich erinnere mich immer wieder daran, dass Jesus Christus sein Leben für mich gegeben hat“, sagt Akin und zeigt auf die Narben in seiner Haut. „Ich denke, die Zeit in Gefangenschaft war ein Teil meines Weges in die Ewigkeit. Jesus hat uns gesagt, dass diese Reise nicht einfach sein wird, aber wir sollen nicht umkehren.“

*Namen und Ortsangaben aus Sicherheitsgründen ungenannt

Weitere Informationen: Open Doors

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