Giordano kritisiert Islam-Verständnis
von Bundespräsident Wulff!
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Der Publizist Ralph Giordano wirft Wulff Blauäugigkeit vor: "Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten Minderheit"
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| Ralph Giordano Foto von rundschau-online.de |
Berlin (kath.net/KNA) Der Publizist Ralph Giordano wirft Bundespräsident Christian Wulff Blauäugigkeit im Umgang mit dem Islam vor. «Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten Minderheit», schreibt Giordano in einem in der «Welt» (Dienstag) abgedruckten Offenen Brief an Wulff. Als Beispiel nannte Giordano unter anderem den Zwang des Kopftuchtragens, Zwangsverheiratungen und sogenannte Ehrenmorde, die seiner Meinung nach auch das Leben von Muslimen in der Bundesrepublik betreffen.
Kritisch äußerte sich Giordano auch zu Wulffs Ansichten über die Türkei, die der Bundespräsident im Vorfeld des Besuchs seines türkischen Amtskollegen Abdullah Gül gemacht hatte. In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag) hatte Wulff gesagt: «Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.» Dieser Satz, so Giordano, verrate eine «verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit» und schließe sich «lichtdicht» an Wulffs «historische Fehlthese» vom 3. Oktober 2010 an. Am Tag der Deutschen Einheit hatte der Bundespräsident vor einem Jahr für Diskussionen gesorgt, als er sagte, nicht nur Christen- und Judentum gehörten zu Deutschland sondern inzwischen auch der Islam. [...]
Kritisch äußerte sich Giordano auch zu Wulffs Ansichten über die Türkei, die der Bundespräsident im Vorfeld des Besuchs seines türkischen Amtskollegen Abdullah Gül gemacht hatte. In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag) hatte Wulff gesagt: «Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.» Dieser Satz, so Giordano, verrate eine «verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit» und schließe sich «lichtdicht» an Wulffs «historische Fehlthese» vom 3. Oktober 2010 an. Am Tag der Deutschen Einheit hatte der Bundespräsident vor einem Jahr für Diskussionen gesorgt, als er sagte, nicht nur Christen- und Judentum gehörten zu Deutschland sondern inzwischen auch der Islam. [...]
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